Ein Businessclub für kleinere und mittelständische Unternehmen mit dem Branchenfokus auf erneuerbare Energien, Mobilität und Umwelt. Gründer der Woche in der 46. Kalenderwoche 2008 ist MoveGreen.
Mehr als 3600 Kontakte hat Bernd Krystofiak bei Xing. "Mit Netzwerken kann man seinen Erfolg fördern", sagt der 37-Jährige. Krystofiak ist Projektmanager bei einem IT-Unternehmen und interessiert sich für erneuerbare Energien. Als er vor fünf Jahren Internetseiten suchte, um sich über Fahrzeuge die mit Rapsöl laufen zu informieren, stellte er fest dass es kaum Seiten gab, die dieses Thema behandelten. Die gefundenen Seiten hatten obendrein einen sehr geringen Informationswert und waren schlecht strukturiert. "Das muss doch besser gehen", dachte Krystofiak.
Als er dann mit Xing in Kontakt kam, war er begeistert: "Ein geniales Konzept, wenn die User den Content selbst einstellen", sagt Krystofiak, "eine solche Plattform müsste man doch auch mit Open-Source-Software entwickeln können".
Der 37-Jährige begann seine eigene Netzwerk-Plattform aufzubauen: MoveGreen, ein Businessclub für kleinere und mittelständische Unternehmen mit dem Branchenfokus auf erneuerbare Energien, Mobilität und Umwelt. Unternehmen können auf MoveGreen ein Profil anlegen, Kontakte knüpfen, Stellenausschreibungen posten, Termine im Kalender suchen und veröffentlichen oder einen Blog anlegen. Auf dem Marktplatz kann man Such- und Bietangebote aufgeben, wenn man zum Beispiel Abnehmer für Solarpanels oder Lieferanten für Rapsöl sucht.
Die Benutzung der Seite ist kostenfrei, wer allerdings Stellenbörse, Terminkalender und die Suche nutzen will, muss die Silber-Mitgliedsschaft für fünf Euro pro Monat buchen. Bei einer Gold-Mitgliedsschaft, die zehn Euro im Monat kostet, bekommt man eine eigene Emailadresse und fördert die weitere Entwicklung und den Ausbau von MoveGreen. Denn bisher finanziert Krystofiak die Plattform selbst. Seit Juli 2006 ist MoveGreen online, mittlerweile haben sich fast 2000 Mitglieder aus 50 Ländern angemeldet.
Wozu braucht man ein weiteres Netzwerk, wo man doch über Xing meist schon vernetzt ist? "Ich bin überzeugt, dass Anbieter für die breite Masse – wie Xing – die selbe Rechtfertigung haben wie Spezialisten, weil die kleineren Plattformen effizienter sind und man schneller das findet, was man sucht. Außerdem sind kleinere Businessclubs persönlicher", sagt Krystofiak. Und dass Nachhaltigkeit für Unternehmen ein großes Thema ist, davon ist Krystofiak überzeugt. "Wir müssen auf unsere Nachfolgegenerationen achten und der Erfolg der erneuerbaren Energien liegt auch im geschäftlichen Erfolg der Unternehmen".
Krystofiak betreibt die Seite in seiner Freizeit, finanziert sie selbst. "Das klappt, weil MoveGreen ja auch ohne mich funktioniert", sagt er. Schade findet Krystofiak nur, dass er nur wenig Geld zur Verfügung hat, um Werbung zu schalten, die neue Mitglieder auf die Plattform lockt. Deswegen sucht er Sponsoren und Unterstützer.
Krystofiak ist sich sicher, dass jeder soziale Verantwortung hat und sein eigenes nächstes Projekt steht auch schon fest: "Ein CO2- und Entwicklungshilfeprojekt bei dem Bäume in Westafrika, gepflanzt werden, damit gebe ich jedem die Möglichkeit die eigene CO2-Bilanz wieder ein wenig zu verbessern". Wie er darauf gekommen ist? "Über MoveGreen natürlich".
Erschienen am 24. November 2008
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