Kein Fast Food, sondern schnelle, gesunde, italienische Küche – mit dieser Idee wurde Mima in der 6. Kalenderwoche zum Gründer der Woche gewählt.
Nur wenig Zeit in der Mittagspause oder gerade auf dem Sprung zum Bus, aber trotzdem gesund essen wollen – da gibt es nicht viele Möglichkeiten. Wolfgang und Stephan Rübben wollen das mit ihrem Start-up Mima ändern. Der Name ist eine Anspielung auf das italienische Küstendorf "Milano Marittima" – Herkunftsort der im Restaurant verkauften Produkte.
Jahrelang reisten die Brüder im Urlaub zum Teil mehrmals jährlich an die italienische Adriaküste. Dort lernten sie Bruscadina, Crescione und Rotolino kennen und lieben: dünne Fladenbrote, die frisch gebacken und mit mediterranen Zutaten wie Rucola, Parmaschinken und verschiedenen Käsesorten belegt werden.
Dieses Konzept wollten die beiden nach Deutschland bringen. Bis dahin waren sie, ebenso wie ihre Freunde und Mitgründer Rainer Gunz und Philipp Schäfer, in anderen Berufen tätig: Schäfer arbeitete zuvor als Investmentbanker, Gunz als Berater, Stephan Rübben ist Jurist und sein Bruder Wolfgang Rübben Industriedesigner. "Aber wir wollten schon immer etwas zusammen aufmachen", sagt Philipp Schäfer, der seine drei Freunde in einem britischen Internat kennengelernt hatte, "dass es dann das Mima geworden ist, war eine spontane Idee."Dabei erwies sich die berufliche Erfahrung der Gründer als sehr hilfreich: So entwarf Wolfgang Rübben die gesamte Inneneinrichtung für das Mima und um Verträge und andere juristische Themen kümmerte sich Bruder Stephan.
Hätten die Gründer stattdessen Fachleute engagieren müssen, gäbe es Mima vielleicht nicht, sagt Schäfer: "Wir mussten alles aus eigener Tasche bezahlen, es gab keine Sponsoren." Die Gastronomische Kompetenz holten sich die vier trotzdem von außen, sie beschäftigen nun gelernte Gastronomen in ihrem Betrieb. Vor vier Jahren begannen die Freunde mit den Planungen, im Oktober 2007 eröffneten sie das erste Ladenlokal in Köln.
Das Geschäftsprinzip lautet "Casual-Food": hochwertig, aber schnell. Zudem serviert das Mima-Team ausschließlich Bioprodukte. Dafür mussten die Gründer allerdings ein wenig von den italienischen Originalrezepten abweichen: Schließlich sollte das Produkt nicht nur italienisch sondern auch gesund sein – eine Konstellation, die nicht immer zusammengeht. "Da mussten wir uns etwas anpassen", sagt Schäfer.
Bei den Kunden scheint das Konzept anzukommen: Inzwischen gibt es zwei Mima-Filialen, demnächst wird ein jetziger Mitarbeiter als Franchisenehmer das dritte Restaurant eröffnen. Als nächste Schritte planen die Gründer, in weitere deutschen Städten zu expandieren, den Anfang soll Düsseldorf machen.
Dafür allerdings brauchen die Gründer noch die Unterstützung von Investoren, sagt Schäfer.
"Leben können wir von dem, was Mima einbringt, noch nicht, aber inzwischen können wir uns selbst kleine Gehälter zahlen. Das ist ja schon mal etwas" sagt Schäfer lächelnd.
Erschienen am 16. Februar 2009
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