Willkommen am Gründermarktplatz der FTD!

» Home  » Über den Gründermarktplatz...  

Benutzer:    Kennwort: 
Haben Sie Ihr Kennwort vergessen?  
von Teresa Goebbels

Lecturio

Vorlesungen im Internet anschauen - Dafür wählten die Leser des FTD.de-Gründermarktplatzes die Initiatoren von Lecturio in der 36. Kalenderwoche 2009 zu den Gründern der Woche.

 

Herrje, dieser Stress: zuhören, mitschreiben und womöglich verstehen. Gleichzeitig. Studenten haben kein leichtes Leben. Das erfuhren Martin Schlichte und Tim Koschella, die Gründer von Lecturio, in ihrer Hochschulzeit am eigenen Leibe. Mit der Handykamera filmten sie heimlich die Dozenten, um deren Vorlesungen zu Hause in Ruhe nochmals anzusehen. Schon war die Geschäftsidee geboren: "Ist doch eigentlich extrem sinnvoll, wenn das Ganze offiziell abgefilmt wird", sagt Schlichte. Nur muss der eifrige Student die doppelte Zeit für den Genuss von Live-Darbietung und Aufzeichnung verwenden. "Wir sind relativ schnell zu dem Schluss gekommen, dass die klassischen 90-Minuten-Videos nicht so viel bringen." Sich über so lange Zeit zu konzentrieren sei schwierig, zumal wenn man die Vorlesung vorher nicht besucht habe. Deshalb werden die Videos von Lecturio aufbereitet und in Kapitel unterteilt, die einzeln angeklickt werden können. Das sei ein Vorteil ihres Unternehmens gegenüber anderen Anbietern von Video-Vorlesungen. Außerdem können sich die Nutzer parallel zum Film der Vorlesung auch die Folien des Skripts ansehen.

Tim Koschella und Martin Schlichte

Tim Koschella und Martin Schlichte

Auf der Plattform finden sich neben Aufzeichnungen von Universitätsvorlesungen auch andere Vorträge, etwa von Konferenzen oder Weiterbildungen. Wer möchte, kann selbst zu Videokamera und Mikrophon greifen, Lecturio verleiht und verkauft die entsprechende Ausrüstung. Wer sich mit der Technik nicht befassen möchte, überlässt das dem Start-up. Vor einem Jahr gegründet, beschäftigt es mittlerweile zehn Mitarbeiter.

Die Kosten übernehmen meist die Arbeitgeber der Vortragenden. So bieten viele Universitäten ihren Studenten die Vorlesungswiederholung per Video als Service an. Denen gefällt das: "Wir bekommen Zuschriften mit dem O-Ton: Endlich werden unsere Studiengebühren mal für was Sinnvolles genutzt.", sagt Schlichte. Die TU München etwa lässt so im kommenden Semester zehn Vorlesungsreihen dokumentieren. "Pro Vorlesung sind da teilweise hunderte von Studenten, da verbreitet sich das ganze schnell." Den Bekanntheitsgrad zu steigern ist genau das, was momentan auf dem Lehrplan steht.

Erschienen am 14. September 2009

Weitere Artikel:
 
© 1999 - 2011 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote