Eine Online-Jobbörse für Studenten - damit wurde Jobmensa in der 5. und 17. Kalenderwoche 2009 zum Gründer der Woche.
Studieren ist teuer. Wohnung, Laptop, Studiengebühren - um das alles zu finanzieren, reichen bei den meisten Studenten keine Eltern und kein BAföG. Fast 70 Prozent der zwei Millionen deutschen Studenten jobben darum.
Sie alle gehören zur Zielgruppe von Jobmensa. Eine für Unternehmen höchst interessante Zielgruppe, wie Andreas Wels, einer der Jobmensa-Gründer sagt: "Studenten sind meist motiviert, wollen bei ihren Nebenjobs etwas lernen, sind zudem hoch qualifiziert und damit ein Glücksgriff für viele Unternehmen."
Unternehmen können bei Jobmensa Stellenangebote einstellen, Studenten können sich auf diese bewerben. Beide Seiten füllen dafür einen Fragebogen aus. Nur, wenn die Angaben zusammen passen können die Studenten auf die Angebote zugreifen. Der Vorteil gegenüber anderen Online-Jobbörsen sei die Spezialisierung, sagt Wels: "Bei vielen Jobbörsen findet man als Student selten den passenden Nebenverdienst bei einem Arbeitgeber in der Nähe." Für Studenten ist das Angebot kostenlos. Zahlen müssen nur die Unternehmen. Und das auch nur im Erfolgsfall: 99?Euro werden fällig, wenn es zum Vertragsschluss kommt.
Ursprünglich wollten Wels und Roos, die sich beim BWL-Studium in Vallendar kennen lernten. zusammen mit den Gründern von Käuferportal eine Buchsuchmaschine entwickeln. Das Projekt scheiterte, aber der Kontakt zum Holtzbrinck-Verlag war hergestellt. "Dann suchten wir ein Projekt, bei dem wir der Zielgruppe sehr nahe sind", sagt Wels, "und das sind nun einmal die Studenten." Denen steht der der Holtzbrinck-Verlag spätestens seit seinem Engagement bei der Studentencommunity StudiVZ ebenfalls sehr nahe. Also stieg der Verlag bei Jobmensa ein.
Seit November letzten Jahres ist Jobmensa online. Seitdem haben Wels und sein Mitgründer Benjamin Roos mehr als 1500 Jobs vermittelt. Anfangs beschränkten sich die Angebote auf Köln. Inzwischen vermittelt das Portal Jobs in sieben deutschen Städten. Noch im Laufe dieses Jahres sollen alle Universitätsstädte Deutschlands ins Angebot aufgenommen werden. Das Ziel für Wels ist klar: "Wir wollen monatlich 500 Studentenjobs vermitteln".
Erschienen am 9. Februar 2009
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