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von Thomas Schulze, erschienen am 23. Februar 2009

Interessanter Ausblick - Krise im IT-Mutterland: Ausweg Cleantech - Cebit 2009

Wie eine der grössten Volkswirtschaften der Welt - Californien neue Wege beschreitet und was das mit der CEBIT 2009 zu tun hat!

 

Cleantech Europe
Wie die FTD gerade aktuell berichtet, gibt es nicht erst seit Obama und Al Gore die Tendenz zu Grünen Technologien.

  • Wir können dies seit langem spüren, wenn Headhunter von Semiconductors und Life Sciences nun auch auf der Clean Tech Welle reiten, Investoren das grünen Gold aufspüren wollen & grosse Rechenzentren  und deren Betreiber sich Gedanken über den STROM der Zukunft machen.
  • Die grüne Welle rollt, und ist nicht mehr aufzuhalten!
  • Auf der Jobbörse Spirofrog sind schon mehr als 20 % der Jobs, welche angeboten werden, im Bereich der nachhaltigen Wirtschaft und bei jedem IT und Technolgie Round table kommt das Thema " Brennstoffzellen im Rechenzentrum " auf…
  • Wir haben ja seit Jahren, diese Zeichen erkannt, und fördern mit unserem Cleantech Innovation Challenge junge Forscher, Studenten bei Ihren technischen Vorhaben, oder helfen diesen Innovatoren Sie mit Technologieführern zusammenzubringen
  • Auf realer und virtueller Ebene!

Wenn auch Sie Clean Tech Unternehmen, Ideen,  Forscher und Unternehmer unterstützen wollen,  oder Kooperationen in diesen Bereichen anstreben kontaktieren Sie uns über:

Invest@cleantech-europe.com - Wir freuen uns über Ihr feed-back!

Herr Thomas Schulze

Hier die FTD Meldung:

News - 23.02.09 10:18
Krise im IT-Mutterland: Ausweg Cleantech

  • Auch ihr Partnerland Kalifornien kann der IT-Messe Cebit keinen Glamour verleihen. Zwar kommt Gouverneur Schwarzenegger höchstselbst zur Eröffnung - das Silicon Valley aber steckt in der Sinnkrise.Die Konferenzbesucher in der Park Hall in San José fröstelt es, und daran dürfte nicht nur die Klimaanlage schuld sein.
  • Die sorgt zwar nach kalifornischer Art für arktische Temperaturen, aber für Frostwetter sorgt vor allem das, was Russell Hancock vorn auf der Bühne zu berichten hat. "Ich habe eine Litanei schlechter Nachrichten", sagt der Chef des Joint-Ventures Silicon Valley Network zu seinen Hunderten Zuhörern, die mit Plastikgäbelchen unterkühlte Melonen- und Ananasscheiben aufspießen.
  • Hancocks Organisation analysiert in ihrem "Silicon Valley Index" jedes Jahr die Lage in des Hightechstandorts in Kalifornien. "Wir verlieren Arbeitsplätze!", warnt Hancock die Branchenvertreter. Damit nicht genug. "Zum ersten Mal seit der geplatzten Internetblase sind die Investitionen der Risikokapitalgeber gesunken", muss Hancock mitteilen.
  • "Im Silicon Valley bildet sich eine Sanduhrwirtschaft - immer mehr Millionäre, immer mehr Schlechtverdiener und immer weniger in der Mitte."
  • Ein starker Partner sieht anders aus
  • Hancock verbreitet auch Optimismus. Er sieht bereits die nächste Innovationswelle für das Technologietal heranrollen: "Wir haben schon die Saat für ein Valley-Comeback gesät - die grüne Wirtschaft." Die Investitionen in saubere Technologien haben sich in der Bay Area seit 2007 auf 1,9 Mrd. $ fast verdoppelt, die Anzahl der Cleantech- Arbeitsplätze in diesem Sektor ist seit 2005 um 23 Prozent auf 11.000 gestiegen.
  • Dabei hilft auch Kaliforniens seit Jahrzehnten führende Rolle in Umweltfragen. Und natürlich hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger das Thema längst für sich entdeckt. Er wird deshalb auch grüne Technologien in den Vordergrund rücken, sollte er wie geplant mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kommenden Montag in Hannover die Technologiemesse Cebit eröffnen.
  • Kalifornien erklärte sich auf Betreiben des Branchenverbands Bitkom bereit, dieses Jahr das Partnerland der Messe zu sein. Das Finanzdebakel seines Staates und der am Donnerstag durchgeboxte Haushalt dürften den ehemaligen Hollywoodstar in Niedersachsen ein paar Minuten lang etwas weniger beschäftigen.
  • Erst mit einem Nothaushalt und Steuererhöhungen konnte eine drohende Zahlungsunfähigkeit des Bundesstaats abgewendet werden - ein starker Partner für die Cebit sieht anders aus.
  • In seiner Wahlheimat am Pazifik beschäftigt die Menschen fast nur noch die prekäre Wirtschaftslage. Bis Oktober war im Silicon Valley von der Finanzkrise, dem Immobiliendebakel und der globalen Rezession nicht viel zu spüren, die Technologiebranche kam einigermaßen ungeschoren davon.
  • Im November wendete sich das Blatt. Alle, vom kleinsten Startup bis zum globalen Konzern wie Hewlett-Packard, kriegen plötzlich die Kreditklemme, die Konjunkturkrise und die neue Konsumverweigerung zu spüren. Sparprogramme gehören heute zum guten Ton, Stellen werden allerorten abgebaut.
  • Das macht sich in dem 4800 Quadratkilometer großen Landstrich am Pazifik mit 2,5 Millionen Bewohnern und 1,4  Millionen Stellen bemerkbar. "Noch vor zwölf Monaten verzeichnete das Silicon Valley überdurchschnittliche Wachstumsraten, und die Finanzkrise betraf uns kaum", sagt Hancock. "Seit November sehen wir eine steile Zunahme bei den Stellenstreichungen und leer stehenden Gewerbeimmobilien - und das Tempo nimmt zu." Die Beschäftigung ging im Dezember um 1,3 Prozent zurück. Zum ersten Mal seit 2003 fiel vergangenes Jahr das Pro-Kopf-Einkommen. Obwohl in Kalifornien nach wie vor der Löwenanteil des Risikokapitals investiert wird, schrumpfen die Investitionen in  Silicon-Valley-Firmen 2008 um acht Prozent.
  • Und trotz der Zuversicht für eine grüne Zukunft schließt Hancock mit einer Warnung: "Wir vermuten, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit noch mehr schlechte Nachrichten haben werden."
  • Von Helene Laube
  • Quelle: Financial Times Deutschland
 
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